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Programmablauf einer Geschirrspülmaschine



flumer versteckt
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Betreff: Programmablauf einer Geschirrspülmaschine  -  Gepostet: 14.02.2011 - 22:34 Uhr  -  
Hersteller: Programmablauf

Typenbezeichnung: einer

E-Nummer:

kurze Fehlerbeschreibung (2-3 Worte): Geschirrspülmaschine

Meine Messgeräte::
kein Messgerät

Schaltbild vorhanden?:
Nein


Programmablauf einer Geschirrspülmaschine

Im Wesentlichen haben Spülmaschinen immer denn gleichen Programmablauf. Der Ablauf kann durch unterschiedliche Temperatureinstellungen, kürzere oder verlängerte Ablaufzeiten aber auch spezifische (Herstellerabhängige) Spülprogramme verändert werden. Die Bedientasten oder der Programmwahlknopf ermöglichen die Auswahl der Programme. Der Einfachheit halber wird hier ein normaler Ablauf erklärt.

Programmablauf allgemein

• Kaltes Vorspülen ohne Reiniger (ca. 7 min)
• Reinigungsprozess mit Reinigerzugabe bei ca. 65 °C. (ca. 20 min)
• Zwischenspülen (kalt 2x) (ca. 10 min)
• Klarspülabschnitt mit Klarspülmittel bei ca. 65°C (ca. 20 min)
• Trocknungsvorgang*) mit Restwärme oder mit Zusatzheizung (ca. 10-15 min)

*) Der Trocknungsvorgang kann je nach Hersteller sehr unterschiedlich sein:
• Trocknung durch Restwärme des Geschirrs vom Klarspülgang
• Kombinierte Restwärmetrocknung mit zusätzlicher Heizung
• Kombination mit Gebläse und Wachsventil (Dampf entweicht bei Geschirrspülerfront)
• Kondenstrocknung bei Geräten mit Wärmetauscher


Im weiteren werden die einzelnen Programmschritte näher ausgeführt
Das Vorspülen

Nach dem Einschalten beginnt das eingestellte Programm der Spülmaschine mit dem Abpumpen des Restwassers im Sumpf ca. 30 sek. – 2 min). Danach zieht das Gerät über ein Wassereinlaufventil (oder den Aquastop) eine bestimmte Wassermenge (ca. 4 Liter, gemessen über Niveauregelung) Danach beginnt eine Umwälzpumpe das Wasser durch die Sprüharme des Spülers zu pumpen. Die Schlitze in den Sprüharmen lenken das Wasser in jeden Winkel des Innenraumes. Das Wasser erreicht dadurch alle eingeladenen Geschirrteile.

Nach wenigen Minuten wird die Umwälzpumpe abgeschaltet und die Ablaufpumpe eingeschaltet. Gleich nach dem Abpumpen schaltet der automatische Programmablauf in den Reinigungsgang. Die Maschine zieht wieder Wasser…

Durch das Vorspülen werden grobe Speisereste vom Geschirr entfernt und im Bodensiebsatz gesammelt. Angetrocknete Speisereste werden aufgeweicht, damit diese im darauf folgenden Reinigungsgang leichter gelöst werden. Vorgespült wird mit kaltem Wasser (außer der Spüler wird am Warmwasser angeschlossen) und ohne Reinigungsmittel.

Beteiligte Bauteile beim Vorspülen / Reihenfolge:

1. Ablaufpumpe
2. Magnetventil
3. Niveaureglung/Magnetventil aus
4. Umwälzpumpe / Drehschieber
5. Ablaufpumpe

Der Reinigungsgang

Nachdem die Wassermenge (ca. 4 Liter über Niveauregelung) erneut erreicht und die Umwälzpumpe dazugeschaltet wurde, beginn jetzt der Reinigungsdurchgang. Jetzt wird die Heizung vom Programm zugeschaltet. Durch einen Betätigungsmagnet in der Dosiereinheit im Innenraum des Spülers wird eine Entriegelung betätigt, die die Reinigerklappe im Innenraum der Maschine öffnet. Dadurch kann das Reinigungspulver oder der Tab ausgespült werden und sich im Wasser auflösen um seine Wirkung zu entfalten. In der Zwischenzeit wartet nun der Programmschalter oder die Elektronik auf einen Schaltzustand des Thermostaten bis die Wassertemperatur erreicht wird, im Normalprogramm 65°C. Danach wird die Heizung abgeschaltet.
Die Faktoren Zeit, Wasserumlauf, Chemie und Temperatur tun jetzt ihr Werk. Es werden die Speisereste von dem Geschirr gespült, aufgelöst, zersetzt und im Schwebezustand im Spülwasser gehalten. Nach ca. 20 Minuten wird die Umwälzpumpe abgeschaltet und das heiße Schmutzwasser abgepumpt. Der Reinigungsgang ist damit beendet.


Beteiligte Bauteile beim Reinigungsgang / Reihenfolge:

1. Magnetventil
2. Niveaureglung/Magnetventil aus
3. Umwälzpumpe /Drehschieber
4. Reinigerklappe (Klackgeräusch)
5. Heizung
6. Thermostat ca. 65°C
7. Ablaufpumpe


Das zweimalige Zwischenspülen

Die beiden Zwischenspülgänge sind im Ablauf mit dem Vorspülen gleich. Es wird Wasser über das Einlaufventil und die Niveauregelung eingelassen, umgewälzt und wieder kalt abgepumpt.
Die Zwischenspülgänge laufen etwas kürzer ab als der Vorspülgang und sie haben die Aufgabe die schmutzigen Reinigungswasserreste zu strecken und samt den Reinigerresten herausspülen. Das Zwischenspülen ist für den Reinigungserfolg sehr wichtig, denn im nachfolgenden Spülgang darf weder Schmutz noch Restchemie die Wirkung des Klarspülers beeinträchtigen. Hier wird jedem klar, wie wichtig ein freier Ablaufweg für das Spülergebnis ist, verstopfte Abläufe hinterlassen immer Reiniger- und Schmutzreste im Wasserkreislauf der Maschine.

Beteiligte Bauteile beim Zwischenspülen / Reihenfolge:

1. Magnetventil
2. Niveaureglung/Magnetventil aus
3. Umwälzen Kaltwasser
4. Abpumpen
5. Magnetventil
6. Niveaureglung/Magnetventil aus
7. Umwälzen Kaltwasser
8. Abpumpen


Klarspülen (Glanzspülen)

Bei Beginn des Klarspülganges nimmt die Maschine wieder Wasser und pumpt es mittels der Umwälzpumpe durch die Sprüharme. Danach schaltet der Timer die Wasserheizung zu.

Die meisten Hersteller lassen in der Klarspülphase die Temperatur auf 65°C ansteigen. Ein Temperaturbegrenzer (auch Klixon genannt), überwacht den Temperaturanstieg und schaltet, bei erreichen der Maximaltemperatur, um. Hat das Wasser die Temperatur erreicht, wird über einen Betätigungsmagnet in der Dosiereinheit eine kleine Menge Klarspüler aus dem Vorratsbehälter dem Spülwasser hinzu gegeben. Klarspüler wirkt nur in heißem Wasser und würde in Kaltwasser sehr stark schäumen. Am Ende des Klarpülganges wird das Wasser abgepumpt und der Ablauf geht in den Trocknungsvorgang über.


Beteiligte Bauteile beim Klarspülen / Reihenfolge:

1. Magnetventil
2. Niveaureglung/Magnetventil aus
3. Umwälzpumpe/ Drehschieber
4. Heizung
5. Klixon 65°C
6. Klarspülmittel (Klackgeräusch)
7. Ablaufpumpe

Am Ende dieses Spülganges wird das Wasser abgepumpt und das Programm geht in den Trockengang über.


Der Trocknungsvorgang

In der Trocknungsphase wird das Geschirr, je nach eingesetzter Technik, durch seine Eigenwärme oder mit Zusatzheizung getrocknet werden.
Eigenwärme ist die Wärme des Geschirres durch den Klarspülgang (eben die 65 Grad) Das Geschirr trocknet also von alleine. Der Timer wartet in dieser Phase etwa 10-15 Minuten und schaltet vor Programmende die Ablaufpumpe noch einmal ein, um das, an den Wänden des Spülerinnenraumes kondensierte und abgelaufene, Wasser abzupumpen.
Einige Maschinen haben, um die Trocknung zu verbessern, eine Zusatz-Trockenheizung, die in der oben beschriebenen Trocknungsphase hinzugeschaltet wird. Nach dem Abpumpen schaltet sich das Gerät ab / Programmende.

Vorsicht bei Geräten mit Wärmetauschern: Der Wärmetauscher wird in der Trockenphase mit Kaltwasser gefüllt um die Kondensation zu verbessern, schließen Sie deshalb solche Geräte niemals an den Warmwasseranschluss an, das würde die Trocknungswirkung stark herabsetzen.

Beteiligte Bauteile beim Trocknen / Reihenfolge:


Trockenvorgang mit Eigenwärme und Wärmetauscher
1. Vom Timer gesteuerter Programmablauf (nur warten)
2. Regenerieren (Magnetventil Rückspülen)
3. Ablaufpumpe

Trockenvorgang mit Zusatzheizung
1. Vom Timer gesteuerter Programmablauf (nur warten)
2. Zeitgleich Zusatzheizung
3. Ventilator und Lüfterklappe (Wachsventil = Thermoactuator)
4. Regenerieren (Magnetventil Rückspülen) Ablaufpumpe
Dieser Post wurde 1 mal bearbeitet. Letzte Editierung: 13.03.2014 - 18:40 Uhr von flumer.
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