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AEG AEG ÖKO Lavamat 1260 sensortronic TURBO Programmautomatik ? - Trommel wälzt Wäsche nicht um - (aber Schleudern OK!)

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Lötspitze
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Re: AEG AEG ÖKO Lavamat 1260 sensortronic TURBO Programmautomatik ? - Trommel wälzt Wäsche nicht um - (aber Schleudern OK!)

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Gepostet: 28.02.2020 - 19:40 Uhr  ·  #16
Hallo!
Kauf´mal ein neues Relais und löte das zeitnah ein. Oft ist nur die Oberfläche der Kontakte mit Edelmetall belegt, aus Kostengründen. Diese Beschichtung hast Du höchstwahrscheinlich jetzt weiter zerstört, geschädigt war sie ja schon...aber das hält nicht lange, ohne die SIlber- oder Gold-Schicht drauf.
Schiffhexler
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Re: AEG AEG ÖKO Lavamat 1260 sensortronic TURBO Programmautomatik ? - Trommel wälzt Wäsche nicht um - (aber Schleudern OK!)

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Gepostet: 28.02.2020 - 21:08 Uhr  ·  #17
Moin Heiko

Danke für die „Blumen“, aber tu die selbst ein Gefallen, erneuer die Relais,
wie der Kollege schon mitgeteil hat. Das hält nicht lange und es nicht angenehm,
wenn die WA mitten im Proramm wieder die Ohren anlegt.

Gruß vom Schiffhexler

:-)

PS: Erfahrung, ist die Summe aller gemachten Fehler
Heiko Brecht
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Re: AEG AEG ÖKO Lavamat 1260 sensortronic TURBO Programmautomatik ? - Trommel wälzt Wäsche nicht um - (aber Schleudern OK!)

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Gepostet: 02.03.2020 - 03:45 Uhr  ·  #18
Nachtrag zu den Relaiskontakten

Auf der Motorplatine waren ja die drei baugleichen Relais.
Bei dem Reversier-Problemrelais war die Kontaktniete hell, silbern (siehe Foto) -
bei den beiden anderen hingegen hatte ich sie als "kupfern" beschrieben.

Sehr vermutlich sind die als "kupfern" beschriebenen Kontakte tatsächlich vergoldet - beim silbernen Problemrelais ist diese Goldschicht durch Lichtbogeneinwirkungen weggebrannt - das Silber (bzw. Silberlegierung) der Kontaktniete liegt daher frei.


Hierzu fand ich (u.a.) folgendes Interessante:
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https://www.elektroniknet.de/d…45761.html
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Vor- und Nachteile einer Hartvergoldung

Gold ist beständig gegen Oxidation und Sulfidierung, bildet also keine Oxid- oder Sulfidschicht aus, die den Kontaktwiderstand erhöht. Herkömmliche Relais sind stets mit Luft und damit auch mit Sauerstoff gefüllt, zudem kann Feuchtigkeit durch die Kunststoffgehäuse diffundieren und die üblicherweise verwendeten Silberkontakte (typisch Silberzinnoxid AgSnO2 oder Silbernickel AgNi) oxidieren lassen.

Schaltet ein Leistungsrelais regelmäßig mit typischen Lasten wie etwa 230 V/2 A, zerstören der Lichtbogen und die entsprechende Wärme diese Oxidschicht und reinigen so den Kontakt. Eine Goldschicht ist nicht notwendig, im Gegenteil – sie wäre lastabhängig sofort oder bereits nach wenigen Schaltzyklen weggebrannt.

Eine kleine Last im Bereich von 1 V und wenigen Milliampere bildet aber keinen Schaltlichtbogen aus. Die Kontakte werden daher nicht mehr elektrisch gereinigt. In Low-Demand-Anwendungen, charakterisiert durch Schalthäufigkeiten von wenigen Schaltungen pro Jahr oder sogar nur einer möglichen Schaltung in mehreren Jahren, fällt zudem auch die mechanische Reinigungswirkung durch das Abrollen des Federkontaktstückes auf das Festkontaktstück weg. Im schlimmsten Fall wird der Kontakt so hochohmig, dass die nachfolgende Auswerteelektronik die zu schaltenden Signale nicht mehr zuverlässig erkennen kann. Vergleichende Untersuchungen an einem Panasonic-Relais SF4D zeigen den Vorteil einer Hartvergoldung vor allem in der Stabilität des niedrigen Kontaktwiderstands auf (siehe Kasten »Kontaktwiderstand von Standard- und Goldkontakten über die Lebensdauer«).
...
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FAzit daraus:
Für das Reversier(Leistungs)Relais macht der Goldkontakt _im Betrieb_ wenig Sinn.
Nur wenn die Maschine vor der Erst-Benutzung lange im Regal/Lager steht, dann hilft er.
Im Betrieb brennt die Goldschicht beim Leistungsrelais dann schnell weg.

Jahrelange Betriebspausen (das ist/war bei meiner Maschine der Fall !) können auf den (im Betrieb nacktgebrannten) Silberkontakten (auch umweltabhängig) dann Oxid- oder Sulfidschichten entstehen lassen, welche dann ernste Kontaktprobleme erzeugen.

Kontaktreinigung (sofern man ran kommt) könnte in diesen Fällen das Problem daher bereits lösen.


so hofft mit Gruß,
Heiko
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