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Gitarrenverstärker defekt

OnTheRocks
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Gitarrenverstärker defekt

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Gepostet: 24.07.2006 - 10:59 Uhr  ·  #1
Hersteller: Johnson
Typenbezeichnung: JT50
Chassi:

Vorhandene Messgeräte: Digital oder Analogvoltmeter
Schaltplan vorhanden: Nein
Dein Wissensstand: Grundwissen (Hobby Elektroniker P=U*I sollte ein Begriff sein)

Fehlerbeschreibung und Nachricht:
Hallo,

ich habe hier einen Gitarremverstärker der folgende Symptome zeigt :

Beim Einschalten leuchten (wie es sein soll) alle LED´s kurz auf, danach ist das Gerät scheinbar wieder aus, bzw. nicht mehr bedienbar (eine gesonderte Power-Anzeige gibt es nicht, aber auf Knopfdruck sollten einige Tasten eigentlich mit dem leuchten der entsprechenden LED reagieren, ist aber nicht mehr der Fall).

Wenn ich das Gerät wieder ausschalte und dann direkt wieder an, leuchten teilweise nur noch einige der LED´s, manchmal auch garkeine, wenn ich so 10-15sek vor dem erneuten einschalten warte blinken wieder alle kurz auf.

Vermutlich ist das Netzteil dann wohl defekt, oder könnte das Problem noch wo anders liegen (ok; das kann es natüürlich theorethisch immer, aber ist das auch wahrscheinlich :) ?)

Was könnte ich durchmessen, um die Fehlersuche zu beginnen, bzw. woher bekomme ich im Zweifelsfall ein neues Netzteil?

Vielen Dank und einen schönen Gruß,
Matthias
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Re: Gitarrenverstärker defekt

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Gepostet: 24.07.2006 - 11:00 Uhr  ·  #2
doppelpost
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Re: Gitarrenverstärker defekt

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Gepostet: 28.07.2006 - 12:34 Uhr  ·  #3
aalso... es scheint in der Tat das Netzteil zu sein. Beim einschalten liefert es manchmal kurz eine Spannung, dann nicht mehr und brummt nurnoch leise vor sich hin. Wie bekomme ich jetzt raus was für ein Netzteil das ist, bzw wodurch ich es eventuell ersetzen kann (ATX-Netzteil z.B. :)). Der Hersteller schweigt sich bis jetzt aus, und mit messen ist da halt nüschts :(

Leider steht nicht drauf, was das Netzteil liefert. Hier mal die gesamte Beschriftung

Technical Devices of N.A., Inc
P/N 26-0272-A
Pri. : 100/120/230/240 VAC 50/60 HZ
9917
CA 110990
Bertl100
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Re: Gitarrenverstärker defekt

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Gepostet: 28.07.2006 - 14:50 Uhr  ·  #4
Hallo,

ist es dann wohl ein schaltnetzteil, oder?

nun, in diesem fall kann aber auch eine überlastung am ausgang oder ein kurzschluß in der endstufe zu diesem verhalten führen.
das netzteil geht dann in eine art überlast-schutzschaltung.
dazu muß aber am anfang immer erst mal kurz anlaufen, um zu testen, ob der überlastfall noch immer da ist.

wie viele ausgangsspannungen hat denn das netzteil?

Gruß
Bernhard
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Re: Gitarrenverstärker defekt

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Gepostet: 28.07.2006 - 15:56 Uhr  ·  #5
öhh.. pfeif

ich hatte das Netzteil jetzt von der Platine abgeschlossen um es zu messen, da es einfach per Kipschalter angeschaltet wird, gehe ich auch davon aus das es dann an sein müßte. Ich meine auch das es kein Schaltnetzteil ist, sondern ein lineares. Bin da nicht so ganz bewandert, aber da es ein Eisenkern hat gehe ich mal davon aus

es gehen 5 verschieden farbige Leitungen zu der Hauptplatine

2 rote, 1 Orange, 2 Gelbe, 2 Blaue und 1 Braunes(hoffentlich masse)

diese Farben kommen mir vom PCNetzteil recht bekannt vor, wo gilt

orange +3,3 V
rot +5 V
gelb +12V
blau -12V
Bertl100
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Re: Gitarrenverstärker defekt

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Gepostet: 28.07.2006 - 18:07 Uhr  ·  #6
Hallo,

also wenn es einen großen netztrafo mit eisenkern hat, dann ist es kein schaltnetzteil. das ist auch am gewicht sofort zu erkennen!
das würde auch ins bild passen. schaltnetzteile für endstufen sind nicht so gebräuchlich.
stell doch mal ein foto hier rein!

ok.
also ich glaub ehrlich gesagt nicht, dass die spannungen so sind wie bei einem PC-netzteil!

hast du denn an den leitungen mal nachgemessen?
bist sicher, dass das gleichspannungen sind? womöglich ist der gleichrichter erst auf der verstärker board!
dann müßtest du im AC-bereich des multimeters messen!

Gruß
Bernhard
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Re: Gitarrenverstärker defekt

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Gepostet: 28.07.2006 - 19:14 Uhr  ·  #7
Zitat geschrieben von Bertl100
Hallo,

also wenn es einen großen netztrafo mit eisenkern hat, dann ist es kein schaltnetzteil. das ist auch am gewicht sofort zu erkennen!
das würde auch ins bild passen. schaltnetzteile für endstufen sind nicht so gebräuchlich.
stell doch mal ein foto hier rein!



ist defintiv dann ein lineares Netzteil, wiegt ordentlich was :)

Zitat geschrieben von Bertl100
Hallo,

also wenn es einen großen netztrafo mit eisenkern hat, dann ist es kein schaltnetzteil. das ist auch am gewicht sofort zu erkennen!
das würde auch ins bild passen. schaltnetzteile für endstufen sind nicht so gebräuchlich.
stell doch mal ein foto hier rein!

ok.
also ich glaub ehrlich gesagt nicht, dass die spannungen so sind wie bei einem PC-netzteil!

hast du denn an den leitungen mal nachgemessen?
bist sicher, dass das gleichspannungen sind? womöglich ist der gleichrichter erst auf der verstärker board!
dann müßtest du im AC-bereich des multimeters messen!

Gruß
Bernhard


also bei AC messe ich garnichts, auf DC eben nur beim einschalten. Das die Spannungen wie bei einem PC-Netzteil sind, halte ich auch für eher unwahrscheinlich, aber als ich mal das defekte Netzteil eines Digitalen SatReceivers ausgetauscht hatte, war dies halt der Fall :)
Da kann einem schonmal der Anflug des Gedankens kommen.
Bertl100
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Re: Gitarrenverstärker defekt

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Gepostet: 28.07.2006 - 20:07 Uhr  ·  #8
ok.

was ist denn alles drin in dem netzteil außer dem netztrafo?

also erstes muß ich dich mal drauf aufmerksam machen, dass alle arbeiten im betrieb im netzteil sehr große sorgfalt erfordern.
Jegliches Berühren von spannungsführenden teilen ist lebensgefährlich!
bist du dir darüber im klaren?

Gruß
Bernhard
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Re: Gitarrenverstärker defekt

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Gepostet: 31.07.2006 - 17:55 Uhr  ·  #9
Zitat geschrieben von Bertl100
ok.

was ist denn alles drin in dem netzteil außer dem netztrafo?



eigentlich nichts... dann müsste die Gleichrichtung tatsächlich auf der Platine geschehen...

ich werde mal versuchen Fotos zu machen

Zitat geschrieben von Bertl100


also erstes muß ich dich mal drauf aufmerksam machen, dass alle arbeiten im betrieb im netzteil sehr große sorgfalt erfordern.
Jegliches Berühren von spannungsführenden teilen ist lebensgefährlich!
bist du dir darüber im klaren?

Gruß
Bernhard


ist mir bewusst. Ich habe gehörigen Respekt vor Strom, und pack nur da an wo ich auch weiß das ich das darf!


Langsam bin ich echt ein wenig ratlos. Gleichstrommessung ergibt vollkommenne Unsinn( Werte schwanken irgendwo zwischen 0 und 0,3 V, und auf Wechselstrom messe ich garnichts. Johnson meldet sich nicht und ich habe nicht die geringste Ahnung woher ich Ersatz kriege *ärger*

Selbst wenn ich das Ding jetzt in der Reparatur gebe, wissen die ja auch nicht was für ein Netzteil da rein muss
OnTheRocks
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Re: Gitarrenverstärker defekt

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Gepostet: 31.07.2006 - 20:20 Uhr  ·  #10
grpfml


gerade ist die mail von Johnson gekommen...

Der einzige Inhalt der Nachricht ist, das es keine Ersatzteile für den JT50 in Europa mehr gibt.
na DANKE :(

Der Amp ist hier 1999 auf den Markt gekommen.

Muss ich den Amp jetzt entsorgen? Oder soll ich jetzt etwa die Wicklungen am Trafo zählen :)

so ein blödes Bauteil muss doch zu erstetzen sein...

was passiert eigentlich wenn ich ein Netzteil das Gleichstrom liefert anschliesse, die Gleichrichtung aber erst auf der Platine geschieht?

Schadet das dann den Bauteilen?
Bertl100
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Re: Gitarrenverstärker defekt

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Gepostet: 31.07.2006 - 21:43 Uhr  ·  #11
also, ich weiß nicht recht.
du schreibst ja, dass sich beim einschalten die LEDs kurz melden.
das heißt, ganz tot ist er ja noch nicht.

ich denke, der fehler an dem netztrafo und umgebung müßte doch zu finden sein!

mach doch mal ein foto von deinem netztrafo, vielleicht sehen wir dann klarer.

Gruß
Bernhard

PS: wenn es wirklich ein netztrafo ist, und die gleichrichtung auf der platine ist, kann man dort auch ohne schaden gleichstrom einspeisen.
nur: du wirst wohl mehrere spannungen einspeisen müssen.
OnTheRocks
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Re: Gitarrenverstärker defekt

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Gepostet: 03.08.2006 - 18:22 Uhr  ·  #12
So, jetzt hat sich was getan...

Ich habe den Schaltplan von dem Amp jetzt bekommen.

Hier das meiner bescheidenen Meinung nach entscheidende Schaltbild [img]]

das Netzteil liefert Wechselstrom, das ich nichts messen konnte, liegt an einer etwas peinlichen Unbedarftheit, reden wir nicht drüber :) *pfeif*

Das Netzteil ist an H1 und H2 (links, jeweils 4 Pins/Kabel) mit der Platine verbunden.

Auf der Platine wird das dann gleichgerichtet, zu +35, -35, +5 und -5 Volt, sehe ich das richtig?

das die beiden Sicherungen F1 und F2 auf 125V ausgelegt sind, lässt das Rückschlüsse auf die Ausgangsspannungen des Netzteils zu?

edit

ich sehe gerade das das Bild sehr klein und damit unscharg geworden ist. Ich schicke gerne den Schaltplan als PDF zu
Bertl100
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Re: Gitarrenverstärker defekt

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Gepostet: 04.08.2006 - 07:44 Uhr  ·  #13
Zitat
Auf der Platine wird das dann gleichgerichtet, zu +35, -35, +5 und -5 Volt, sehe ich das richtig?

jepp.
das siehst du richtig.
in der mitte sehe noch zusätzlich einen zweig, wo ein linearregler-IC noch eine spannung Vcc erzeugt. wie hoch diese sein soll, kann man an der IC bezeichung ablesen.



Zitat
das die beiden Sicherungen F1 und F2 auf 125V ausgelegt sind, lässt das Rückschlüsse auf die Ausgangsspannungen des Netzteils zu?

nein. aber wenn durch gleichrichtung z.b. 35V erzeugt werden, dann hat die wechselspannung am trafo ca. einen effektivwert von 35V / wurzel 2.
also grob 25 - 27V (im kopf geschätzt).

hast du denn alle DC spannungen? bzw. welche fehlen denn?
alle?

Gruß
Bernhard
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