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Grundig VS 960 VPT Gleichrichter abgeraucht

mrbrown7
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Grundig VS 960 VPT Gleichrichter abgeraucht

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Gepostet: 27.01.2020 - 22:40 Uhr  ·  #1
Hersteller: Grundig

Typenbezeichnung: VS 960 VPT

Laufwerk:

kurze Fehlerbeschreibung (2-3 Worte): Gleichrichter abgeraucht

Meine Messgeräte::
kein Messgerät
Analog/Digital Voltmeter

Schaltbild vorhanden?:
Nein



Hallo,

es ist mir rätselhaft, wie Folgendes passieren konnte: Ich hab alle Elkos im Netzteil erneuert, auch den Becherelko zur Siebung.
Nachdem das Gerät 1 h und 10 min. abspielte, stoppte ich und ließ die Kassette auswerfen. Während die Kassette herauskam, gab es einen dumpfen Knall im Netzteil und viel Rauchentwicklung.
Hab nachgesehen: Den Gleichrichter hat es erwischt.

Noch während des Betriebs hab ich mit einem Energiekostenmessgerät die Leistung gemessen: 26 W. Kam mir schon viel vor. Der Strom allerdings lag bei 210 mA an 229 V. Das sind ja 48 W, oder sollte ich lieber sagen: 48 VA. Wo geht die Leistung hin? So viel Blindleistung?

Kann mir bitte jemand sagen, warum es den Gleichrichter zerstört hat, und das erst nach über einer Stunde?

Vielen Dank!

Grüße
Dirk
Lötspitze
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Re: Grundig VS 960 VPT Gleichrichter abgeraucht

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Gepostet: 27.01.2020 - 23:36 Uhr  ·  #2
Hallo!
Hast Du evtl. einen der ElKos falsch herum gepolt eingebaut? Das würde ich doch noch mal prüfen, denn das war ja die Veränderung gegenüber dem Zustand davor.
mrbrown7
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Re: Grundig VS 960 VPT Gleichrichter abgeraucht

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Gepostet: 28.01.2020 - 16:56 Uhr  ·  #3
Hallo Lötspitze,

vielen Dank, dass Du Dich darum kümmerst!

Ich kann das praktisch ausschließen, da ich peinlich genau auf Polung und Wert der Elkos geachtet und dies sogar nach dem Einlöten nochmals geprüft habe. Trotzdem werde ich das nochmal nachsehen, da man ja nie weiß...Außer beim Siebelko, denn der ist verpolungssicher beim Einbauen.

Gibt es am Netzteil noch andere Bauteile, die durch Alterung ihre Werte verändern?
Kann es auch sein, dass, ebenfalls durch Alterung, die Laufwerkmechanik schwergängiger wird und deshalb mehr Strom braucht?

Mir fiel noch was ein: Der Siebelko ist in dieser Bauform nicht mehr zu bekommen. Außer auf ebay, dachte ich. Also bestellt und bei Lieferung bemerkt, dass da noch "W.-Germany" draufsteht. Man kann sich denken, wie alt der ist. Die Kapazität war noch völlig OK.
Nicht bedacht habe ich aber, dass sich die Oxidschicht nach der langen Zeit sicher weit abgebaut hat und bei plötzlichem Einschalten auch nicht wieder aufbaut.

Kann daher der hohe Strom gekommen sein? Das würde die Zerstörung des Gleichrichters erklären. Dann wüsste ich, was ich jetzt zu tun habe.
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