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Wobbe Senator Reagiert nicht nach Einschalten



HWS offline
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Betreff: Wobbe Senator Reagiert nicht nach Einschalten   -  Gepostet: 07.02.2019 - 19:33 Uhr  -  
Hersteller: Wobbe

Typenbezeichnung: Senator

kurze Fehlerbeschreibung (2-3 Worte): Reagiert nicht nach Einschalten

Meine Messgeräte::
Analog/Digital Voltmeter
Oszilloskop

Schaltbild vorhanden?:
Ja, in Papierform


Ich hab heute meinen Wobbe Senator mit UKW-Teil bekommen. Schaut von außen sehr gut aus. Möchte ihn unbedingt reparieren.
Nachdem ich ihn eingeschaltet habe, rührte sich nichts. Wo soll ich da jetzt am besten anfangen? Das Radio ist wirklich ein Prachtstück u. auch innen schaut alles recht gut aus. Ich will ihn nicht versauen.

MfG HWS
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röhrenradiofreak versteckt
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Betreff: Re: Wobbe Senator Reagiert nicht nach Einschalten  -  Gepostet: 07.02.2019 - 22:06 Uhr  -  
Heizen auch die Röhren nicht? Dann wären die Netzsicherung, der Netztrafo, der Netzschalter und der Netzspannungswähler zu überprüfen.

Häufige Fehler in diesem Bereich sind z.B.:

Der Sicherungshalter ist oxidiert oder aufgebogen, so dass er keinen Kontakt gibt.

Der Netzschalter ist mechanisch schwergängig, so dass er nicht schaltet, oder seine Kontakte sind oxidiert.

Wenn die Netzsicherung selbst defekt ist, ist meist eine überhöhte Stromaufnahme des Radios die Ursache, oft durch defekte Kondensatoren. Hier fallen sofort die beiden Entstörkondensatoren (6 nF) am Netzeingang auf. Diese würde ich ersatzlos entfernen, weil sie für UKW-Empfang nicht gebraucht werden. Sie setzen aber im Fehlerfall das gesamte Chassis des Radios, einschließlich aller Anschlussbuchsen, unter Netzspannung. Sehr wahrscheinlich sind das Kondensatoren mit Papierisolation, die im Laufe der Jahrzehnte Feuchtigkeit aufgenommen haben und deshalb nicht mehr richtig isolieren. Aus dem gleichen Grund sind auch die übrigen Papierkondensatoren in diesem Radio (ungefähr ein Dutzend) zu überprüfen oder zu ersetzen. Am wichtigsten ist neben den genannten Entstörkondensatoren der 6 nF-Kondensator zwischen der Anode der EBC41 und dem Steuergitter der EL11, weil dessen schlechte Isolation zur Überlastung der Endstufenröhre (EL11) und des Netztrafos führt.

Das originalgetreue Aussehen des Geräteinneren kann man beim Austausch der Kondensatoren bewahren, wenn man die Original-Kondensatoren ausleert und die neuen Kondensatoren, die normalerweise deutlich kleiner sind, einsetzt und dann die Enden wieder mit einer geeigneten Vergussmasse verschließt.

Apropos UKW-Empfang. Das UKW-Empfangsteil ist optional, es sitzt, wenn ich das auf den Bildern im Radiomuseum richtig erkenne (https://www.radiomuseum.org/r/wobbe_senator_ukw.html), mittig an der Gehäuse-Oberseite. Es ist ein sogenannter Pendler, ein einfaches Empfängerkonzept aus der UKW-Anfangszeit. Aus heutiger Sicht ist das eher ein Notbehelf: Besondere Empfangsleistungen kann man davon nicht erwarten, aber die Hilfssignale, die heutige UKW-Sender mit ausstrahlen (Stereo, RDS), und die im Vergleich zu früher viel dichtere Senderbelegung führen bei solchen Empfängern häufig zu störenden Pfeiftönen. Auch wenn das Gerät in Ordnung ist, taugt es deshalb eher als Sammlerstück als zum täglichen Radiohören nach heutigen Maßstäben.

Lutz
Dieser Post wurde 2 mal bearbeitet. Letzte Editierung: 07.02.2019 - 22:23 Uhr von röhrenradiofreak.
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